Ältere Menschen haben auf dem sächsischen Arbeitsmarkt wieder bessere Chancen als vor einem Jahrzehnt. Im Jahr 2012 lag die Beschäftigungsquote für die 50- bis 65-Jährigen nach Angaben der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit bei 52,1 Prozent.

Damit geht mehr als jeder zweite Sachse aus dieser Altersgruppe einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. 2005 waren es nur 39,2 Prozent. Der Freistaat Sachsen liegt damit bei der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer über dem Bundesdurchschnitt von 48,3 Prozent. Der demografische Wandel wird in Sachsen das künftige Angebot an Arbeitskräften beeinflussen. So verringere sich die Zahl der Erwerbsfähigen im Alter von 15 bis 65 Jahren bis 2025 um mehr als 400 000 auf weniger als 2,2 Millionen, betonte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Jutta Cordt.

In Sachsen hat sich die Zahl der Arbeitslosen insgesamt von 2005 bis 2012 nahezu halbiert: von ehemals mehr als 402 260 auf knapp 207 800. Das ist ein Rückgang von 48,3 Prozent. Davon profitierten auch die Älteren, wenn nicht in ganz so starkem Maße. Bei ihnen sank die Arbeitslosigkeit um rund ein Drittel. 2005 waren es 115 640 Jobsuchende, 2012 noch 78 540. Das entspricht einem Rückgang von 32,1 Prozent. Auch hier ist Sachsen besser als der Bundesdurchschnitt von minus 24,1 Prozent.

Aktuell waren im September rund 72 300 Frauen und Männer im Alter ab 50 Jahren arbeitslos gemeldet. Damit beträgt ihr Anteil an der Gesamtzahl der Arbeitslosen 38,8 Prozent. 73 Prozent der älteren Arbeitslosen haben eine abgeschlossene Ausbildung.

"Betriebe sollten die Chance nutzen, auch mit älteren Arbeitnehmern die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität des eigenen Unternehmens zu sichern", betonte Cordt. Ältere Arbeitnehmer hätten umfangreiche Berufs- und Lebenserfahrung, sie seien in der Regel betriebstreu und davon profitierten die Jüngeren in einem Betrieb, warb die Chefin der Regionaldirektion.