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| 01:56 Uhr

Wie wertvoll ist der Kupfer-Schatz in der Lausitz?

Spremberg. Mit der Auswertung der seismischen Messungen im Spremberger Kupfergebiet sind die dortigen Erkundungen durch die Kupferschiefer Lausitz (KSL) GmbH weitgehend abgeschlossen. Die Planungen werden jetzt präzisiert. Von Simone Wendler

D ie Ergebnisse der im Frühjahr 2011 vorgenommenen Schall-Untersuchungen bei Spremberg (Spree-Neiße) haben nach Angaben von KSL-Geschäftsführer Thomas Lautsch zahlreiche neue geologische Details über das dortige Kupfervorkommen geliefert. Die seismischen Untersuchungen ermöglichen eine räumliche Darstellung der kupferhaltigen Gesteine, zeigen Brüche und Faltungen auf. „Manche Erkenntnisse machen es uns einfacher, andere schwieriger“, bewertete Lautsch die neuen Daten .

Mit diesem Wissen soll die Planung des künftigen Kupferbergwerkes präzisiert werden. 2012 soll es auch weitere Erkundungsbohrungen zwischen Spremberg und Schleife (Görlitz) geben. In dem Gebiet liegen etwa 1,5 Millionen Tonnen Kupfer.

Parallel zur Weiterentwicklung der technischen Planungen führt die KSL ihre Wirtschaftlichkeitsberechnungen für das Großprojekt fort. Anfang 2012 soll mit dem Antrag für ein Raumordnungsverfahren auch die Einholung der notwendigen Genehmigungen beginnen. „Die Entscheidung über den konkreten Baubeginn eines Kupferbergwerkes in Spremberg wird frühestens 2013 fallen“, sagt Lautsch.

Im Gebiet um Weißwasser (Görlitz) setzt die polnische KGHM Kupfer AG im nächsten Jahr mit weiteren Probebohrungen die Erkundung eines zweiten Kupferfeldes fort.

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hintergrundEtwa 15 Kilometer lang, drei Kilometer breit und durchschnittlich zweieinhalb Meter dick ist die Kupferschieferschicht, die von Spremberg in Brandenburg bis ins sächsische Schleife reicht. Das schon zu DDR-Zeiten bekannte Kupfer liegt in einer Tiefe von 800 bis 1300 Metern. Für Probebohrungen und Bergbauplanungen haben KSL und KGHM schon viele Millionen Euro ausgegeben.