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Wie sich die Lausitz auf dem Kirchentag präsentiert

Berlin. Spreewälder Gurken gab es, gereicht von Sorbinnen in Tracht. Der Cottbuser Postkutscher war dabei, und der Präsident des Cottbuser Radsportclubs, Bernd Kühner, verkaufte Bratwürste an Besucher. iwe1

Auch die Lausitz war am Eröffnungsabend des Kirchentags in Berlin vertreten: An den Marktständen des "Abends der Begegnung" boten Ehrenamtliche einen kleinen Imbiss an - und sorgten so für die Verpflegung der 200 000 Menschen, die am Eröffnungsabend die Straßen der Hauptstadt bevölkerten. Wer sich an den Ständen umschaute, konnte überraschende Begegnungen machen. Da war der frühere Brandenburger Bildungsminister Steffen Reiche (SPD), der heute Pfarrer in Berlin-Zehlendorf ist, und den Besuchern am Stand seiner Gemeinde ein Käsebrot anbot. CDU-Landeschef Ingo Senftleben versorgte am Stand der "Kirchengemeinden in der Region Ortrand-Lindenau-Kroppen" Besucher mit Kaffee und Kuchen. Und Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begrüßte in der Brandenburger Landesvertretung Altbischof Wolfgang Huber und dessen Gattin Kara zu einer Lesung aus ihrem Dorfkirchenbuch - und berichtete von seiner Heimatkirche in Naundorf bei Forst und darüber, dass dort nach der Reformation alte Heiligenfiguren in ein Geländer umgearbeitet worden seien. Insgesamt konnten nach der Wende viele der 1400 Kirchengebäude Brandenburgs saniert und gerettet werden, sagte Woidke. "Aber noch liegt viel Arbeit vor uns."