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Wie rette ich mein Geld vor dem Fiskus?

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Cottbus. Auch wenn es attraktivere Beschäftigungen gibt: Die Abrechnung mit dem Finanzamt lohnt sich. Die neuen RUNDSCHAU-SERIE "Steuern und Sparen" gibt wertvolle Tipps. Barbara Brandstetter

Was müssen Rentner bei der Steuererklärung beachten, welche Kosten für Werbung, Pflege oder Kinderbetreuung können geltend gemacht werden? In der neuen RUNDSCHAU-Serie "Steuern und Sparen" erfahren Sie, worauf es beim Ausfüllen der Bögen ankommt und wie Sie möglichst viel Geld vom Finanzamt zurückholen.

Heute geht es um die wichtigsten Änderungen. Eine ist die "vorausgefüllte Steuererklärung". Steuerzahler können - sofern sie im ElsterOnline-Portal angemeldet sind - nun über sie gespeicherte Daten einsehen und abrufen. Das klingt komfortabel. Doch Steuerzahler müssen prüfen, ob die Angaben auch korrekt sind.

Auf größere Änderungen müssen sich Steuerzahler einstellen, die mehrere Tätigkeitsstätten haben. Sie sollten künftig mit ihrem Arbeitgeber die "erste Tätigkeitsstätte" festlegen. Die Fahrten zu der "ersten Tätigkeitsstätte" rechnen Steuerzahler mit der Entfernungspauschale ab. Weitere Fahrten gelten als Auswärtstätigkeit. In diesem Fall beteiligt sich das Finanzamt an den tatsächlich gefahrenen Kilometern.

Auf Änderungen müssen sich Steuerzahler einstellen, die zwei Haushalte unterhalten. Seit 2014 akzeptiert der Fiskus maximal 1000 Euro im Monat für die Zweitwohnung als Werbungskosten. Dazu zählen auch die Ausgaben für einen Garagenplatz. Die Größe der Wohnung spielt keine Rolle mehr. 2014 haben Richter einige für Steuerzahler freundliche Urteile gefällt. So akzeptieren die Finanzämter etwa die Ausgaben für das Schneeräumen oder das Reinigen von Gehwegen als haushaltsnahe Dienstleistungen.

Zudem haben die Finanzbeamten "Neubaumaßnahmen" neu definiert. Daher können Steuerzahler den Fiskus an mehr Handwerkertätigkeiten beteiligen. Die Finanzämter akzeptieren 20 Prozent der Ausgaben für Handwerker - maximal 1200 Euro.

Wirtschaft Seite 7