"Friweika steht für frische Weidensdorfer Kartoffelprodukte" , sagt Lebensmitteltechnologin Gundula Ritzkat. Zahlreiche Urkunden bezeugen die hohe Qualität der Erzeugnisse, die seit zwei Jahren auch bundesweit in den Ladenregalen zu finden sind.
So erhielt Friweika e.G. für seinen Kartoffelpuffer/Reibe-kuchenteig auf der letzten Lebensmittelmesse Anuga in Köln einen Spezialitätenpreis der CMA. Ende November 2003 wurde das Unternehmen für seinen Fertigteig für Grüne Klöße mit einer Goldmedaille auf der Internationalen Convenience TopTen in Frankfurt/Main ausgezeichnet. Auch Hefeknödel aus Olbernhau, Kartoffelspezialitäten aus Grumbach sowie Suppen aus Löbau wurden nach Angaben des sächsischen Landwirtschaftsministeriums in Frankfurt mit Medaillen geehrt.
"Solche Auszeichnungen sind für uns vor allem von ideellem Wert. Wir wissen dann, wo wir bundesweit stehen", meint die Qualitätsmanagerin. "Unsere Kunden kommen zu 40 Prozent aus dem Einzelhandel, der Großhandel und der Feinkostbereich machen jeweils 30 Prozent aus." Fast alles, was man aus der Knolle an Essbarem herstellen kann, wird in den Weidensdorfer Hallen gefertigt: Pufferteig, Klöße Thüringer Art, Grüne Klöße, Brat- und Schwenkkartoffeln sowie Kartoffeln in Würfeln und als Kuller. Wickelklöße und Schupfnudeln sind ebenso zu haben wie Kartoffelgratin und Bauernfrühstück.
Für all die essbaren Vergnügen werden Kartoffeln vor allem aus Sachsen und der ostthüringischen Region Schmölln verwendet. "Wir haben 1300 Hektar Vertragsanbau in 18 Landwirtschaftsbetrieben. Bestimmte Sorten müssen wir jedoch zukaufen", sagt Ritzkat. Friweika verarbeitet pro Jahr etwa 75 000 Tonnen Kartoffeln, bis 2008 wird eine Steigerung auf mehr als 120 000 Tonnen angestrebt. "Unsere Genossenschaft plant, die Veredlung auf etwa 30 000 Tonnen pro Jahr zu verdoppeln."
Bevor jedoch eine Kartoffel zu Gratin oder zu Kloßteig verarbeitet wird, muss die Sorte im Labor und im Probe-Kochtopf auf ihre Eigenschaften getestet werden. "Wichtig ist auch, dass die Kartoffel bei der Ernte so wenig wie möglich Stress ausgesetzt ist. Sie nimmt es übel, wenn sie viel auf Laufbändern rollt und fällt", sagt die 35-Jährige. Friweika setzt zur schonenden Ernte zumeist Großbehälter ein, die direkt auf dem Feld mit den Kartoffeln gefüllt werden und in gut belüfteten Hallen lagern.
Das Unternehmen vor den Toren Glauchaus, das im Sommer 1990 aus einem ehemaligen Kartoffellagerhaus hervorging, schreibt nach eigenen Angaben schwarze Zahlen und hat 250 Mitarbeiter. Besonders in den letzten fünf Jahren sei der Umsatz stark gestiegen, sagt Ritzkat. "Wir können in unserer Arbeit auf jahrelange Erfahrungen der Mitarbeiter, darunter viele Frauen, zurückgreifen. Und was denen schmeckt, schmeckt auch anderen." Informationen im Internet: www.friweika.de