Die waren nämlich gar nicht so pleite und in Sachen schwarzer Kassen scheinen die Roten sowieso die Besseren zu sein. Die Millionen kommen selbst dem früheren SED-Genossen Markov, der jetzt die brandenburgische Landeskasse verwaltet, wie gerufen. Da wollen weder er noch sonst einer von denen so genau wissen, wo einst die Partei das Geld zusammengerafft hatte und wer es deswegen heute wohl verdiente. Da hat der Staatshaushalt Vorfahrt. Aber die Sache mit den öffentlichen Kassen ist doch ziemlich fantasielos und offenbart ein gehöriges Stück Betriebsblindheit. Denn die Millionen wären tatsächlich eine gute Gelegenheit, den Menschen zu verdeutlichen, dass die friedliche Revolution auch nach gut 20 Jahren noch gewinnbringend sein kann. Wie wäre es denn damit, jedem früheren DDR-Bürger aus dem Millionentopf seinen Anteil als Lotto-Spielgeld auszuzahlen? Dann hätten wir anschließend mit Sicherheit dank der aufgeflogenen SED-Schiebereien ein paar Millionäre mehr in Deutschland. Und für alle Zweifler ein neues Einheitsmotto: "Wie zerronnen, so gewonnen!"