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Wie es Deutschland mit dem Essen hält

Berlin. Essen gehört zum Alltag und ist elementar für das Überleben eines Menschen. Doch jeder hat beim Thema Ernährung so seine ganz eigenen Sitten. Die Techniker Krankenkasse hat untersucht, wie sich die Deutschen ernähren. dpa/sm

Bei der Ernährungsstudie hat sich knapp die Hälfte der befragten Menschen Übergewicht bescheinigt. Acht Prozent bezeichneten sich als stark übergewichtig, wie aus der am Mittwoch vorgestellten Untersuchung "Iss was, Deutschland" hervorgeht. Hier einige wesentliche Erkenntnisse:

Ältere essen gesünder: Für Menschen zwischen 18 und 39 Jahren steht der gute Geschmack im Vordergrund, bei den Über-40-Jährigen verschiebt sich die Priorität dann Richtung Gesundheit.

Chips ersetzen das Abendessen: Das gilt zumindest bei jedem Zehnten. Ein Fünftel der Befragten isst aber jeden Tag Salzgebäck oder Süßigkeiten. Und knapp jeder Vierte (23 Prozent) isst gerne mal aus Frust oder Stress.

Gesunde Ernährung hat Hürden: Der Mehrheit der Deutschen (56 Prozent) fehlt es dafür an Ruhe und Zeit. Aber auch Durchhaltevermögen und Wille sind ein Problem für viele. Bei fast jedem Dritten (29 Prozent) fehlt vor allem eines: das Geld.

Kochen ist eine Frage des Geschlechts: 44 Prozent der befragten Männer können nur ein wenig oder überhaupt nicht kochen. Es lebe das Brot: Bei der großen Mehrheit (89 Prozent) kommt täglich Brot oder Brötchen auf den Teller. Immerhin essen 85 Prozent der Befragten täglich auch Obst. Wurst (58 Prozent) und Salat (57 Prozent) sind ebenfalls beliebt.

Essen, aber bitte mit Unterhaltung: Vor allem junge Menschen surfen neben dem Essen gerne im Netz, sehen fern oder blättern in einer Zeitschrift. Allerdings sagen 87 Prozent aller Befragten auch: Ich esse mindestens einmal am Tag mit Ruhe und Genuss.

Viele werfen Essen weg: Bei gut jedem dritten Befragten landen Lebensmittel regelmäßig im Müll. Nur bei 13 Prozent passiert das nie.