Oktober 1813 in Sabrodt geboren. Nach dem Besuch der Dorfschulen in Trebatsch und in Zaue kam er nach Cottbus, um am dortigen Friedrich-Wilhelm-Gymnasium das Abitur abzulegen.

Er studierte in Berlin und in Göttingen. In dieser Zeit lernte er den englischen Medizin-Studenten William Nicholson kennen. Auf dessen Anregung reiste Leichhardt im Mai 1837 ohne Studienabschluss in die britische Hauptstadt London. Bis September 1841 weilte der Lausitzer überwiegend bei der Familie Nicholson. Angeregt durch Williams Bruder Mark, der sich bereits in Melbourne als Geschäftsmann niedergelassen hatte, wurde Australien als Forschungsgebiet auserkoren.

Leichhardt und Nicholson unternahmen von September 1840 bis September 1841 eine mehrmonatige wissenschaftliche Reise durch Frankreich, Italien und die Schweiz. Hier erklärte William, dass er nicht nach Australien auswandern, sondern in Edinburgh (Schottland) eine Arztpraxis eröffnen wird. Leichhardt erhielt jedoch eine großzügige Geldzuwendung von der Familie Nicholson, um am 1. Oktober 1841 mit dem Segelschiff "Sir Edward Paget" nach Sydney ausreisen zu können.

Nach der Ankunft in Sydney am 14. Februar 1842 unternahm Leichhardt seine erste Forschungsexpedition. Von September 1842 bis Mai 1844 bereiste er die Ostküste von Sydney - bis in die Bunya Mountains. In dieser Zeit traf er die Entscheidung, mit einer eigenen Überlandexpedition von Jimbour Station bis zur Militärsiedlung Victoria bei Port Essington zu gehen. Der Start erfolgte am 1. Oktober 1844. Nach 442 entbehrungsreichen Tagen erreichte die siebenköpfige Gruppe ihr Ziel. Leichhardt hatte 99 geografische Objekte entdeckt. Heute tragen mehr als Tausend Objekte in Australien seinen Namen.