Er habe ihr nie angehört. Er habe lediglich ein Geschäft betrieben, in dem er Musik und Kleidung für die Szene verkauft habe.

Bei seiner Vernehmung ging es um die Zeit nach 1998, als das NSU-Trio Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Chemnitz untergetaucht war. Zwei Jahre später haben Böhnhardt und Mundlos laut Anklage das erste ihrer insgesamt zehn Mordopfer erschossen.

Andere Mitglieder der Chemnitzer "Blood & Honour"-Sektion hatten bereits eingeräumt, das Trio in ihren Wohnungen versteckt zu haben. Die damalige Ehefrau des Zeugen hatte ausgesagt, dass sie zu den Gründern von "Blood & Honour" gehörte.

Auf die Frage an ihren Ex-Mann, was er davon mitbekommen habe, antwortete er widersprüchlich. Einmal sagte er, sie sei nur ein weibliches Maskottchen in einer "Männerorganisation" gewesen, so, wie sich "jede Anwaltskanzlei mit 'ner schönen Vorzimmerdame schmückt". Später sagte er, seine Ex-Frau habe Fragen nach "Blood & Honour" "abgeblockt".

Der Prozess kann sich noch über 2015 hinaus hinziehen. Die neue Terminplanung enthält Termine bis zum 12. Januar 2016.