Beides sei Teil desselben Geschehens, sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Grund ist das Zusammentreffen von sehr tiefem Druck im Nordwesten und sehr hohem Druck im Nordosten. Es sei ein Einzelereignis, das weder vorhersehbar noch wissenschaftlich erklärbar ist.

Ein starkes Tiefdruckgebiet lag am Mittwoch südlich von Island. "Durch die Drehbewegung des Tiefs gegen den Uhrzeigersinn wird auf der Ostseite - über dem Atlantik und Nordwesteuropa - sehr rasch warme Luft weit nach Norden verfrachtet", sagte Friedrich. Auf Spitzbergen wurden gestern plus vier Grad Celsius gemessen - 30 Grad mehr als üblich.

Die schweren Regenfälle in Großbritannien hängen mit dem Auftreten der beiden Drucksysteme zusammen: "Tiefs rennen von Westen gegen Hoch ,Christine‘ an und regnen sich über England ab", sagte Friedrich. An der Großwetterlage werde sich vorerst nichts ändern.