I n diese „Wertstofftonne“ werden künftig Abfälle aus Plastik wie auch aus Metall geworfen. Allein damit soll die Menge an verwertbaren Reststoffen pro Einwohner und Jahr um sieben Kilogramm steigen. In Zukunft müsse die Wirtschaft „Abfall noch viel stärker als echten Rohstoff nutzen“, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU).

Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz sieht vor, dass bis 2020 insgesamt 65 Prozent der Siedlungsabfälle recycelt und 70 Prozent aller Bau- und Abbruchabfälle wiederverwertet werden. Entscheidend sei vor allem, dass Abfallerzeuger nun die beste ökologische Option für die jeweilige Art des Mülls wählen müssen. Gesetzlich geklärt werden muss vor allem noch die Finanzierung des Systems – auf den Bürger sollen nach Angaben der Koalition aber keine Mehrkosten zukommen.

Ein weiteres Ziel der Gesetzesreform war, einen Kompromiss zwischen den Kommunen und der privaten Abfallwirtschaft zu erreichen: Die privaten Anbieter dürfen den Müll demnach nur einsammeln, wenn die Kommunen selbst keine effiziente Abfallverwertung garantieren können. Die Kommunen hatten zuvor befürchtet, dass die privaten Entsorger sie aus dem Geschäft verdrängen könnten.

Scharfe Kritik an der Novelle kam vom Naturschutzbund Nabu. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz werde „die Ressourceneffizienz und Rohstoffsicherung in Deutschland nur minimal erhöhen“, sagte Präsident Olaf Tschimpke.