Guttenberg also hatte seine Ämter wegen unlauterer Abschreibe-Übungen schon aufgegeben, und trotzdem konnte er seine Beliebtheitswerte in einer Umfrage danach sogar noch steigern. Ob sein Nachfolger im Amt des Verteidigungsministers jemals in solche Sphären vordringt, ist eher zweifelhaft. Aber Thomas de Maizière verkörpert ja auch so etwas wie das Gegenbild des smarten Barons. Dass ihm viele Kollegen "zu viel quatschten", hat er schon öfter beklagt. Dergleichen wäre Medien-Star zu Guttenberg wohl nie über die Lippen gekommen. Aber immerhin weiß man über de Maizière jetzt, dass er nicht oberster Dienstherr der Soldaten geworden ist, weil sein Vater einst Generalinspekteur der Bundeswehr war. Ganz im Gegenteil. "Bei uns zu Hause waren Waffen als Spielzeug verboten", erzählte der neue Minister. Sein Vater sei da sehr streng gewesen. "Er sagte immer: Waffen sind sehr ernst, damit spielt man nicht". Vielleicht gehört zur militärischen Grundausbildung demnächst das Werfen von Wattebällchen.