Außerdem haben die potenziellen Besucher nicht mehr so viel Geld in der Tasche wie früher.
"Wir hatten im vergangenen Jahr die schlechtesten Besucherzahlen seit mehr als 50 Jahren", klagte der zoologische Leiter des Zoos Dresden, Wolfgang Ludwig. Dafür habe vor allem die Flut gesorgt. Außerdem habe es vor zehn oder zwanzig Jahren weniger Freizeiteinrichtungen gegeben als heute. Jetzt müsse der Zoo mit einer Fülle von Angeboten konkurrieren. Die Besucherzahlen lägen mit rund 500 000 seit einigen Jahren knapp unter der Einwohnerzahl von Dresden. "Langfristig können wir so nicht überleben."
Noch schlimmer traf die Flut Eilenburg, wo die Wassermassen Teile des Tierparks zerstörten und Tiere ertränkten. "Wir werden drei Jahre brauchen, bis wir mit unseren Besucherzahlen wieder zufrieden sein können", sagte Tierpark-Leiter Stefan Teuber. Wichtig sei aber, neugierig zu machen.
Die Attraktivität eines Zoos hänge stark davon ab, wie die Tiere untergebracht seien, sagte der Direktor des Thüringer Zooparks Erfurt, Norbert Neuschulz. "Besucher wollen glückliche Tiere sehen, die mit ihnen in Kontakt treten." Streichelzoos würden immer beliebter, da selbst Dorfkinder heute nicht mehr wüssten, wie eine Ziege aussieht.