Spitzenkandidat ist der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko. Vizeregierungschef Wladimir Groisman auf Listenplatz vier wird als dessen Favorit für das Ministerpräsidentenamt gehandelt.

Narodny Front: Ganz auf Regierungschef Arseni Jazenjuk (Foto: dpa) zugeschnitten ist der Wahlkampf der neugegründeten Volksfront. Auf ihrer Liste stehen viele Kabinettsmitglieder, etwa Innenminister Arsen Awakow. Auch Parlamentspräsident Alexander Turtschinow und Ex-Sicherheitsratschef Andrej Parubij sowie Journalisten und Frontkämpfer stehen Jazenjuk zur Seite.

Vaterlandspartei: Die Partei von Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko (Foto: dpa) hat sich nach dem Weggang "altgedienter Kader" verjüngt. Listenplatz eins trat Timoschenko demonstrativ an die Militärpilotin Nadeschda Sawtschenko ab, die in Russland wegen Mordverdachts im Gefängnis sitzt. Kiew wirft Moskau politische Motive in dem Fall vor. Radikale Partei: Frontmann ist Oleg Ljaschko. Sein Markenzeichen: die Heugabel, mit der er Kiew "ausmisten" will.

Swoboda: Den Rechtsradikalen um Parteiführer Oleg Tjagnibok werden in Umfragen nur geringe Chancen für einen Wiedereinzug gegeben.

Oppositionsblock/Silnaja Ukraina: Vertreter der bis zum Machtwechsel im Februar regierenden Partei der Regionen treten getrennt an. Der ehemalige Vizeministerpräsident Juri Boiko muss mit dem Oppositionsblock um den Einzug bangen.

Sicher im Parlament dürfte dagegen der Ex-Sozialminister und Vizeregierungschef Sergej Tigipko mit seiner wiederbelebten Kraft Silnaja Ukraine (Starke Ukraine) sein.