Das Weib dagegen kann sich das alles mühelos einprägen. Aber statt sich nun über diese Gabe mit zu freuen, fühlen sich Männer davon eher irritiert, und im Stillen glauben sie, Putzen sei keine große Sache: Was fest steht, wird abgestaubt, was sich bewegt, gefüttert.

Nun – das Schicksal hat Frauen mit dem Geschenk der Nonchalance versehen, solch männliche Schnöseligkeit zu ignorieren; sie freuen sich lieber, dass man hinterher vom Küchenfußboden essen kann. Männer fragen da schon wieder, warum jemand Essen auf den Boden legt. Warum wir ausgerechnet jetzt darüber schreiben? Tja – heute ist der „Tag der Putzfrau“, und dies freut nicht jeden. Die Ex-SPD-Bundestagsabgeordnete Lilo Friedrich, die fünf Jahre als Putzfrau arbeitete, sagt: „Was nützt das, wenn wir einmal im Jahr einen Putzfrauentag haben. Die Putzfrauen werden immer noch nicht wahrgenommen.“ Heute haben wir das mal geändert.