Doch so mancher Besucher von lr-online.de fragt sich, wie ist das eigentlich möglich. Daher soll hier kurz auf die Entstehung dieser virtuellen Tour eingegangen werden.

Als technische Voraussetzung ist neben einem Stativ ein sogenannter Panoramakopf unabdingbar. An diesen wird die Kamera montiert, das Ganze entsprechend justiert und ausgerichtet. Das heißt, es wird der Nodalpunkt festgelegt, der dafür sorgt, dass sich die Kamera bei den Aufnahmen nicht um seine eigene physikalische Achse - also dem Punkt mit dem Stativgewinde - dreht, sondern um seine optische Achse. Das ist wichtig, damit sich später die Einzelaufnahmen ohne perspektivische Verzerrungen zu einem Gesamtbild zusammenfügen lassen. Für all jene, die sich damit befassen möchten: Im Internet gibt es nicht nur zu den verschiedenen Panoramaköpfen, sondern auch für dessen Ausrichtung diverse Anleitungen. Hilfreich ist ferner ein Fernauslöser, um Verwacklungen auszuschließen.

Und dann kann es auch schon losgehen. Im Fall der RUNDSCHAU-Panoramen wurde auf eine ausgeglichene Belichtung geachtet, um starke Schatten zu vermeiden. Um auf eine annehmbare Schärfentiefe zu kommen, wurde bis zum mittleren Blendenbereich abgeblendet. Die ISO-Empfindlichkeit befand sich auch im unteren Bereich, um ein Bildrauschen zu vermeiden. Dem entsprechend ergaben sich jedoch relativ lange Belichtungszeiten.

Und das machte die ganze Angelegenheit besonders spannend. Denn alle beteiligten RUNDSCHAU-Mitarbeiter durften sich während der Aufnahmen minutenlang kaum bewegen. Das war zum Teil für beide Seiten recht amüsant. Mussten doch pro Panorama mindestens sieben Aufnahmen gemacht werden: sechs innerhalb einer 360-Grad-Drehung und eine sogenannte "Zenit-Aufnahme", bei der das Objektiv senkrecht zur Büro- oder Hallendecke gerichtet wird. Und das Ganze zur Sicherheit mehrere Male. Bei dieser Panorama-Tour kam das Fisheye-Objektiv Samyang 12/2,8 mit einem diagonalen Bildwinkel von rund 180 Grad an einer digitalen Vollformat-Kamera zum Einsatz.

Danach werden die Fotos mithilfe einer entsprechenden Panorama-Software "zusammengesetzt".

Damit das Stativ "unsichtbar" wird, wurde an diese Stelle das RUNDSCHAU-Logo eingefügt. Alternativ könnte dort auch der Teil des Fußbodens nachträglich rekonstruiert werden, was manchmal recht aufwendig ist. Dann wird jedes Panoramabild noch etwas in Photoshop "hübsch" gemacht und einer weiteren Software für die Erstellung der Panorama-Tour "übergeben". Dort werden dann die Popup-Bilder, Tonspuren, Galerien, Wegweiser, Überblendungen und mehr integriert. Und damit die Betrachter im Netz nicht jeden Notizzettel auf den Schreibtischen mitlesen müssen, wurde eine Zoomsperre festgelegt. Dennoch kann in die Panoramabilder hinein- und herausgezoomt werden. Dies ist mittels Mausrad oder der Steuerung am unteren Rand des Panorama-Fensters möglich. Der gesamte Steuerungsbereich lässt sich übrigens ausblenden. In der obigen Grafik werden die Details erklärt.

Zum Schluss wird das Ganze dann auf den Webserver der LAUSITZER RUNDSCHAU hochgeladen und seitdem kann es jedermann anschauen