Viele Kommunen in Brandenburg und Sachsen leiden unter erheblicher Lärmbelastung. Das trifft vor allem dort zu, wo viel befahrene Straßen durch Orte führen. Laut Landesumweltamt müssen allein in Sachsen 105 000 Anwohner an kommunalen Straßen, 50 300 an Bahnstrecken und 2100 in der Nähe von Flughäfen mit Lärm oberhalb der gesetzlichen Grenzwerte leben. In Brandenburg sind es vor allem die Städte wie Potsdam und Cottbus, in denen Anwohner betroffen sind.

Wie laut ist es dort wirklich? In Brandenburg und Sachsen liegen keine aktuellen Zahlen vor. Die neue Lärmkartierung hat allerdings begonnen. Bis Mitte 2017 müssen Gemeinden die Belastung ermitteln, in spezielle Karten einzeichnen und Aktionspläne machen.

Die letzte Lärmkartierung stammt aus dem Jahr 2012. Die Cottbuser Bahnhofstraße war damals ein Schwerpunkt. Das Problem sei mittlerweile entschärft, versichert die Stadtverwaltung. Viele weitere Lärmquellen bleiben hingegen. So wie in Allmosen, wo eine Fahrbahndeckensanierung den Anwohnern Ruhe bringen sollte. Der versprochene Baustart 2016 wurde nun allerdings abgesagt.

Lärm kann Stress verursachen und zu Herz-Kreislauferkrankungen führen. Er kann auch Auslöser für Schwerhörigkeit sein.