„Späße zu Halloween bitte nicht übertreiben“ – so hat das Landkriminalamt Sachsen (LKA) eine Presse-Information überschrieben, die sie am Dienstag veröffentlicht hat. „Seit mehreren Jahren gibt es ein Phänomen, bei dem sich Täter als Grusel- oder Horror-Clown maskieren und dann, mit Messern, Äxten oder Motorsägen bewaffnet, Passanten erschrecken oder bedrohen“, heißt es darin.Die sächsische Polizei will solchen Spielchen einen Regel vorschieben.

„Wir möchten Nachahmern dringend davon abraten, sich diesem Trend anzuschließen“, teilt das LKA mit. „Das ist kein Spaß mehr!“

Wenn dem Gegenüber „bewusst ein körperliches Unwohlsein zufügt“ werde, liefe eine Straftat vor. Das könne den Tatbestand der Körperverletzung erfüllen. „Auch der Versuch ist hier bereits strafbar“, so das LKA.

So verhalten Sie sich, wenn sie einen Horror-Clown sehen

Was kann man tun, wenn man einem solchen Horror-Clown begegnet? Die Polizei rät zu klaren Ansagen. „Zeigen Sie keine Angst und lassen Sie sich nicht provozieren. Fordern Sie den Clown deutlich auf wegzugehen.“ Zudem solle jeder Vorfall der Polizei gemeldet werden.

Wer tatsächlich angriffen wird, darf sich zur Wehr setzen. „Passanten, die von einem Horror-Clown direkt bedroht oder angegriffen werden, dürfen sich im Rahmen des gesetzlichen Notwehrrechts gegen den Clown grundsätzlich angemessen wehren“, so das LKA

Kinderstreiche an Halloween können teuer werden

Süßes oder Saures – auch das gehört zu den Halloween-Trends, die aus den USA nach Deutschland geschwappt sind. Auch hier gilt es, Vorsicht walten zu lassen. „Auch Sachbeschädigungen können Folgen haben“, mahnt das LKA.

„Bei einer Gemeinschädlichen Sachbeschädigung droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Darunter fallen zum Beispiel Vandalismus an Parkbänken oder das Demolieren von Haltestellenhäuschen.“ Hinzu können Schmerzensgeld- oder Schadensersatzfordeurngen kommen.

Kinder über Horror-Clowns aufklären

„Wir wollen niemandem das Halloweenfest vermiesen und wir wissen natürlich auch, dass Verkleidungen, kleine Streiche und Halloween-Partys bei Kindern wie auch bei Erwachsenen sehr beliebt sind“, sagt das LKA. Dennoch sei Vorsicht geboten.

Die Polizei rät: „Sind Sie Zeuge oder Opfer einer Sachbeschädigung geworden, melden Sie sich bei der Polizei und zeigen Sie den Vorfall an.“

Kinder sollten darüber aufgeklärt werden, was lustig ist und wo die Grenzen eines Scherzes liegen. „Sich als Horror-Clown zu verkleiden und andere Menschen zu erschrecken oder die Sachen anderer Leute kaputt zu machen oder zu beschädigen, ist alles andere als ein harmloser Freizeitspaß.“