Die Computerfirma Hewlett-Packard belohnt damit das grenzübergreifende Engagement der Schule. Deren vierte Klasse hatte sich an einem von der Landesregierung ausgelobten Wettbewerb zum Einsatz von neuen Medien bei Projekten für Demokratie und Toleranz beteiligt. Und ihr Konzept für eine viertägige Klassenreise ins benachbarte polnische Leknica war gut genug für einen der drei Hauptpreise. Die Schülerinnen und Schüler stellten gestern in Potsdam mit großer Begeisterung noch einmal ihren Plan vor. Alles an Aktivitäten in Polen wollen sie aufzeichnen und dann auch daraus eine DVD mit Filmen, Fotos und Interviews erstellen.
Ausgezeichnet wurden ähnlich ambitionierte Projekte des Leonardo da Vinci Campus in Nauen (Havelland), das eine Webseite mit „Orten der Toleranz“ in Brandenburg aufbaut und des evangelischen Gymnasiums in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster), wo ein Kurs in Sozialwissenschaften sich ausführlich mit dem Thema Mobbing in Schulen beschäftigte und jetzt dabei ist, einen kleinen Film dazu fertig zu stellen.
Besonders beeindruckend war allerdings der Auftritt einer Sonderschule aus Lübbe-nau-Kittlitz (Oberspreewald-Lausitz). Unter Leitung von Kerstin Wahsner haben dort Schüler Pläne entwickelt, wie sie sich und ihre besonderen Schwierigkeiten als Behinderte anderen Altersgenossen aus Regelschulen nahe bringen. Sie werben schon seit Längerem regelmäßig dafür, dass ihr Leben besser verstanden wird und freuen sich jetzt ganz besonders über die neue Computerausstattung, die an solchen Schulen eine große Ausnahme darstellt.
Hewlett-Packard ließ sich die Preise für diesen Wettbewerb mehrere Zehntausend Euro kosten. Ihr Berliner Repräsentant sagte dazu, die Firma, die allein schon in ihren deutschen Niederlassungen Mitarbeiter aus 60 unterschiedlichen Nationen beschäftige, habe auch eine besondere gesellschaftliche Verantwortung für ein tolerantes Miteinander.