Nun hat es also auch einen Fußballer aus der Lausitz erwischt. Martin Fenin hat den Verein um eine Auszeit gebeten. Der Grund: Depression.

Die Zunahme solcher Eingeständnisse hat zwei Ursachen: Erstens, weil Menschen wie Schalke-Trainer Ralf Rangnick, Hannover-Torwart Markus Miller und jetzt eben auch Martin Fenin an die Öffentlichkeit gehen. Früher war es undenkbar, so mit dieser vermeint lichen Schwäche umzugehen.

Der zweite Grund liegt im Wesen des Spitzensports selbst. Die permanente Beobachtung und Kritik eines Millionenpublikums erhöhen den Leistungsdruck. Nicht jeder hält diesem massiven Druck stand.

Es ist gut, dass sich Martin Fenin in Behandlung begeben will. Man kann ihm nur gute Besserung wünschen. Denn das Krankheitsbild kann noch dramatischere Züge annehmen. Erst vor Kurzem wählten in der amerikanischen Eishockey-Liga gleich drei Profis allem Anschein nach den Suizid als letzten Ausweg. Der Grund: Depression.