Für 2015 stehen laut Statistik 1646 solcher Festnahmen zu Buche - 280 mehr als im Jahr zuvor.

Auch auf 2016 wirkte sich die bis ins erste Quartal reichende Maßnahme noch aus, wie Sprecher Bernd Förster sagte. Bis Ende Oktober klickten bei 1069 Erwachsenen die Handschellen. "Die Jahre hatten eine Eigendynamik durch die Massenmigration." Die Zahl der Fahndungstreffer indes lag 2015 mit 10 364 um 600 unter der des Vorjahres.

In diesem Jahr tauchten bisher insgesamt 7366 Erwachsene auf, nach denen gefahndet wurde oder die aus anderen Gründen gesucht wurden. "Gewalttäter verschiedener Art, links oder rechts oder Fußballfans, die polizeilich beobachtet werden, um Bewegungsprofile zu erstellen", zählte Förster auf. Viele würden von Staatsanwaltschaften auch zur Aufenthaltsermittlung gesucht.

Die Bundespolizei hat es im Grenzgebiet oft mit ausländischen Straftätern zu tun. "Im Inland stellen wir viele Deutsche, die zur Aufenthaltsermittlung oder mit Haftbefehl gesucht werden, etwa wenn sie ohne festen Wohnsitz sind." Wenige Monate vor der Verjährung des Haftbefehls etwa stießen Beamte im Januar im Zug von Prag nach Dresden auf einen Marokkaner, der sich als Guatemalteke ausgegeben hatte. Der 42-Jährige wurde seit 2006 wegen Scheck- und Kreditkartenfälschung gesucht. Eher selten ist der Fall eines 66-Jährigen. Der Slowake fragte Bundespolizisten, ob er in Deutschland noch gesucht werde. Er hatte tatsächlich 133 Tage Haft offen . . .