Wie das Innenministerium gestern mitteilte, starben von Januar bis Oktober 216 Menschen bei Unfällen, zehn weniger als im gleichen Zeitraum 2005. Die Zahl der Unfälle sank um 1,9 Prozent auf 68 389 (69 705). Dabei wurden 10 283 Menschen verletzt, ein Minus von 6,2 Prozent (10 957). Hauptursache sei nach wie vor zu hohes Tempo. Die Zahl der Verkehrstoten durch Raserei erhöhte sich um fast ein Viertel auf 93 (75).
Der leichtsinnige Umgang mit dem Gaspedal spiegelt sich auch in der hohen Zahl von Temposündern wider, die bei Polizeikontrollen auffielen. Im Oktober wurden 116 769 Geschwindigkeitsübertretungen geahndet, gut 46 000 Verstöße mehr als im Oktober 2005. Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) sagte, die Zahlen unterstrichen die Notwendigkeit strikter Kontrollen. "Wer sich nicht an die Regeln hält, muss jederzeit und überall damit rechnen, zur Verantwortung gezogen zu werden." (dpa/mb)