"Das ist dennoch das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten", sagte der Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien, Holm Große. Der Rückgang betreffe vor allem Reha-Kliniken und Jugendherbergen. Die Hotels verzeichneten hingegen weiterhin Steigerungen.
"Das Rekordjahr 2004 ist nur schwer zu überbieten", sagte Große. Seinerzeit wurden in der Oberlausitz rund 1,6 Millionen Übernachtungen sowie etwa 498 000 Gästeankünfte gezählt. Allerdings werden kleine Pensionen oder Privatzimmer sowie einige Campingplätze von der Statistik nicht erfasst. Große schätzte die tatsächliche Zahl der Übernachtungen für 2005 auf mehr als zwei Millionen.
Um neue Gäste in die Region zu locken, soll vor allem der Fahrrad-Tourismus weiter angekurbelt werden. In der Region gebe es ein Radwegenetz von insgesamt 3500 Kilometern. In deutschlandweiten Umfragen hätten die Radler den Oder-Neiße-Radweg als dritthäufigstes Reiseziel für 2006 genannt. Das Netz von Ausleihstationen mit insgesamt 600 Fahrrädern wurde deshalb erweitert.
Nach Angaben der Marketing-Gesellschaft hängen in der Oberlausitz rund 9000 Arbeitsplätze am Tourismus. Der Brutto-Umsatz beim "Übernachtungstourismus" wird mit etwa 170 Millionen Euro beziffert. Tagesausflügler schlagen mit 220 Millionen Euro zu Buche. (dpa/fxk)