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Weniger tödliche Arbeitsunfälle

Cottbus. Ein falscher Tritt vom Dachdecker in schwindeliger Höhe oder ein unaufmerksamer Griff vom Elektroniker am Schaltkasten – und es ist zu spät. Insgesamt 13 Menschen kamen 2016 in Sachsen durch einen Arbeitsunfall ums Leben. Michèle-Cathrin Zeidler

Während im Freistaat aber die Zahlen nach oben gehen, registriert Brandenburg weniger Arbeitsunfälle. Allerdings liegen aktuell nur Zahlen von 2015 vor. Trotzdem zeigt sich, dass die Zahl der Arbeitsunfälle sinkt. Während das Arbeitsministerium im Jahr 2014 noch 18 tödliche Unfälle verzeichnete, sank die Zahl im folgenden Jahr auf elf. Insgesamt zählte das Ministerium rund 25 600 meldepflichtige Arbeitsunfälle - 1700 weniger als im Vorjahr.

Dagegen wurden aus dem Dresdner Wirtschaftsministerium 2016 insgesamt 238 schwere Unfälle in Sachsen gemeldet - das sind zwölf oder gut fünf Prozent mehr als 2015. Rückläufig sind hingegen in Sachsen die Arbeitsschutzkontrollen in Betrieben. Das Wirtschaftsministerium begründet dies auch mit fehlendem Personal. Staatssekretär Stefan Brangs (SPD) bedauert den erneuten Anstieg der Arbeitsunfälle in Sachsen. Die Ursachen dafür seien vielschichtig. "Diesem Trend müssen wir mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern", sagt er. Mit Initiativen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und berufsbedingten Erkrankungen seien bereits erste Schritte erfolgt.

"Aber nicht nur in Sachsen werden wieder mehr Arbeitsunfälle verzeichnet", sagt Andreas Kaulen vom Tüv Rheinland. "Auch in der gesamten Bundesrepublik ist die Anzahl der tödlichen Unfälle vergangenes Jahr erstmalig wieder gestiegen." (mit dpa) Thema des Tages Seite 3