"Im Jahr 2004 waren es noch 743", sagte Lothar Hofner vom Innenministerium dem Sender Hitradio RTL. Den Angaben zufolge wurden in 371 Fällen die Opfer mit einer Waffe bedroht, in den anderen Fällen wurde geschossen. "Die Palette der Straftaten reicht von Mord über schwere Körperverletzung bis hin zu Sachbeschädigung", sagte Hofner weiter.
Im Verhältnis zu den in Sachsen registrierten Schusswaffen bewertete Hofner die Anzahl der Straftaten als relativ gering. Laut Innenministerium sind von 1991 bis zum Jahr 2005 im Freistaat rund 130 000 Waffen registriert worden. Der Schwerpunkt liegt bei Sportschützen mit knapp 68 000 Waffen. Danach folgen Jäger und Waffensammler. Insgesamt gibt es im Freistaat seit der Wende 45 000 Waffenbesitzkarten.
Waffen dürfen in Deutschland unter anderem Sportschützen, Jäger, Waffensammler und Sicherheitsunternehmen besitzen. Diese müssen allerdings bei den Waffenbehörden (Landratsämter und kreisfreie Städte) eine Waffenbesitzkarte beantragen. Seit dem 1. April 2003 gibt es zudem einen sogenannten Kleinen Waffenschein. Diesen braucht jede Person, die eine Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffe in der Öffentlichkeit führen will. In Sachsen wurden den Angaben zufolge seit 2003 rund 4400 dieser Genehmigungen ausgestellt. (dpa/kr)