Guben/Forst. Erst hatte es Guben getroffen, dann Forst (beides Spree-Neiße): Brutale Räuber hatten zu Beginn des Jahres immer wieder ältere Menschen in der Grenzregion überfallen und ausgeraubt. Um die Sicherheitslage zu verbessern, hatte das Brandenburger Innenministerium zusätzliche Fußstreifen und Funkwagen in der Region eingesetzt. Mit Erfolg: In den ersten Monaten des Jahres sank die Zahl der Straftaten nach Auskunft des amtierenden Polizeipräsidenten Hans-Jürgen Mörke in beiden Städten um jeweils ein Drittel.

Nachdem zunächst nur die Raubserie in Guben aufgeklärt werden konnte, freuen sich nun auch die Ermittler in Forst über einen Fahndungserfolg. Zwei drogenabhängige Intensivtäter scheinen für mindestens vier der sechs Überfälle auf Rentner verantwortlich zu sein.

Mindestens bis zum 30. Oktober sollen die zusätzlichen Polizeikräfte in der Grenzregion bleiben, um die Sicherheitslage weiter zu verbessern. Auch an dem Konzept der gemischten Streifen aus Deutschen und Polen, Bundes- und Landespolizei werde festgehalten, so der Polizeipräsident. "Jedenfalls können wir mit unseren jetzigen Kräften die Sicherheit für die Bevölkerung garantieren", sagt Mörke. Ein weiteres Abschmelzen des Personals aber sei problematisch.

In Forst soll ein neuer Präventionsrat die Zusammenarbeit der zuständigen Behörden verbessern, außerdem will Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) sich verstärkt um die Drogenproblematik in seiner Stadt kümmern. "Hier wurde in der Vergangenheit zu wenig getan."