Die demografische Entwicklung trage viel dazu bei, dieses Ziel zu erreichen, sagt das Finanzministerium. Ein Sprecher erläuterte, dass die Verwaltung über den angepeilten Stellenabbau hinaus Personal verlieren werde, weil die Menschen das Pensionsalter erreichen. "Wir müssen also in großem Umfang neue Fachkräfte gewinnen." Mit Blick auf die "demografische Rendite" im Schulsystem ist bis 2017 ein Abbau von 1373 Lehrerstellen geplant.

In Brandenburg hingegen sollen die derzeit gut 48 000 aus Landesmitteln finanzierten Stellen bis 2018 auf knapp 43 000 Stellen abgebaut werden. Im Bereich des Innenministeriums soll die Zahl der Stellen von derzeit knapp 10 000 auf gut 8400 sinken, im Bildungsbereich sollen die etwa 17 000 Stellen um 100 reduziert werden.

In Thüringen ist Personalabbau bisher vor allem unter Spar- und Haushaltsgesichtspunkten diskutiert worden, wobei bis 2020 rund 11 000 Stellen abgebaut werden sollen. 17 000 der 48 000 Beschäftigten gehen wohl bis Ende des Jahrzehnts in Rente. Laut Statistik ist die Zahl der Landesbediensteten innerhalb von zehn Jahren zwar um knapp 15 Prozent gesunken. Dennoch hat der Freistaat im Ländervergleich mit 22 immer noch die meisten Beschäftigten pro 1000 Einwohner.

Auch Sachsen-Anhalt hat gemessen an der Bevölkerungszahl zu viele Bedienstete. Das soll bis Ende 2019 abgebaut werden. 51 600 Stellen sollen auf 40 800 reduziert werden. Damit läge das Land mit etwa 19 Bediensteten auf 1000 Einwohner im deutschen Durchschnitt.

Für Nordrhein-Westfalen geht das Finanzministerium davon aus, dass bis 2020 als "Demografiegewinn" theoretisch rund 1,4 Milliarden Euro eingespart werden könnten. Da aber zumindest bis 2015 die Lehrerstellen von einem demografiebedingten Abbau ausgenommen werden sollen, verringert sich die Einsparung auf 650 Millionen Euro.

In Hessen spielt der demografische Wandel bei den Planungen zurzeit noch keine große Rolle. Im Gegenteil: CDU und FDP stellen bis Ende 2013 rund 2500 Lehrer und 1500 Polizisten zusätzlich ein. Die Lehrer sollen bei sinkenden Schülerzahlen im Dienst bleiben.