Knapp 60 Prozent der Fälle wurden aufgeklärt. Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Gewalt an Schulen aber ein Thema für Schüler, Lehrer, Eltern und Behörden. Schulpsychologen verweisen darauf, dass viele Einrichtungen Auffälligkeiten intern klären.

Vize-Geschäftsführer Hans-Joachim Wegner von der Unfallkasse Sachsen sprach von einem mindestens gleichbleibenden, wenn nicht zunehmenden Problem. Nach seinen Worten nimmt die Gewalt an Schulen nicht ab, denn auch verbale Angriffe zählten dazu. "Wir haben nicht den Eindruck, dass es besser geworden ist", sagte er. Statistisch belegen lasse sich das zwar nicht. Schulen wendeten sich jedoch verstärkt wegen Mobbings, das mit Internet und sozialen Medien zugenommen habe, verbaler Attacken und Schlägereien an die Unfallkasse mit ihren Präventionsangeboten.

Schulpsychologen werden nach Gewaltvorfällen weniger um Rat und Tat gebeten. "Da wird viel in den Schulen selbst gemacht", sagte Thomas Sandrock von der Sächsischen Bildungsagentur in Chemnitz. Unter anderem seien die Beratungslehrer dafür geschult.