Die Hochschulen selbst müssten jetzt konkrete Vorschläge zur Schärfung ihres eigenen Profils unterbreiten. Zeitvorgaben macht der Plan nicht. „Das ist ein fortlaufender Prozess“, sagte die Ministerin.

Mit Augenmaß seien einige Strukturentscheidungen getroffen worden, sagte Schorlemer zu den schon bekannten Plänen. So soll etwa das Internationale Hochschulinstitut Zittau einer Universität angeschlossen werden. Zum konkreten Standort sagte die Ministerin wegen laufender Gespräche nichts.

In Chemnitz werde ab 2013 wieder eine Ausbildung für Grundschullehrer angeboten. Der Plan hält auch an der Schließung von zwei Hochschulaußenstellen fest. Betroffen sind Reichenbach (Vogtland) und Roßwein (Mittelsachsen). Der Grund: Zu wenig Studenten. „Wir können vor der demografischen Entwicklung nicht die Augen verschließen“, sagte die Ministerin und verwies zudem auf sinkende Einnahmen des Landes.

Die Studentenzahlen gingen weiter zurück, daran änderten auch doppelte Abiturjahrgänge und die Aussetz-ung der Wehrpflicht nichts. An der bereits beschlossenen, schon einmal verschobenen Streichung von 300 Hochschulstellen werde festgehalten. Ab 2013 sollen drei Jahre lang je 100 Stellen wegfallen – das entspricht der Ministerin zufolge maximal 3,5 Prozent der Stellen.

Das Kabinett gab am Dienstag zudem die Novelle des Hochschulgesetzes zur Anhörung frei, das den Einrichtungen auch mehr Freiheit bei der Stellenbesetzung und bei der Beteiligung an Unternehmen bieten werde. Langzeitstudenten sollen Studiengebühren abverlangt werden können.