"Seither konnte in fast 4000 Fällen der Missbrauch gestohlener oder verlorener EC-Karten verhindert werden", sagte Staatssekretär Eike Lancelle (CDU). Das Konzept habe erheblich zur Erhöhung der Sicherheit im Land beigetragen.
Auch andere Bundesländer, die es bisher nicht verwenden, profitieren Lancelle zufolge von ihm. "Der Schutz durch Kuno wirkt bundesweit." Der Erfolg zeige sich unter anderem im Rückgang von Betrugsfällen im PIN-freien elektronischen Lastschriftverkehr, bei dem nach dem Einkauf die Unterschrift auf dem Kassenbon für die bargeldlose Zahlung ausreicht.
"349 derartige Straftaten wurden im letzten Jahr in Brandenburg registriert. Im Vergleich zu 2002 ist das ein Rückgang von 18,5 Prozent", stellte der Staatssekretär fest. Vor allem von Oktober bis Dezember 2003 sei die Abnahme der Delikte besonders auffällig. Kuno setzt gezielt beim PIN-freien elektronischen Lastschriftverkehr an. Verliert oder vermisst jemand seine EC-Karte, lässt er sie zunächst wie bisher durch die Hausbank sperren.
Weil dies jedoch nur teilweise vor Missbrauch schützt, können Brandenburger seit dem vergangenen Jahr auf der nächsten Polizeiwache zusätzlich ein spezielles Formular mit Angaben über Bankleitzahl, Konto- und Kartennummer ausfüllen. Die Daten werden anschließend über das Landeskriminalamt (LKA) an die zentralen Kassensysteme des Einzelhandels weitergeleitet. Dort erfolgt die Sperrung der Karten auch für den elektronischen Lastschriftverkehr in den angeschlossenen Geschäften. "Für den Dieb ist die Karte damit praktisch unbrauchbar", stellte Lancelle fest. (dpa/gb)