Entgegen anderslautender Vorurteile sanieren die sächsischen Großstädte ihre Haushalte nicht mit der zunehmenden Vergabe von "Knöllchen" an Verkehrssünder. In Dresden und Leipzig wurden im vergangenen Jahr weniger Verwarn- und Bußgelder verhängt als 2011, ergab eine Umfrage. Lediglich in Chemnitz wurde dadurch mehr Geld eingenommen. In Dresden war ein Rückgang von 8,5 auf 8,0 Millionen Euro zu verzeichnen, in Leipzig wurden nach gut 10,8 Millionen 2011 im vergangenen Jahr 10,7 Millionen Euro von Verkehrssündern kassiert. In Chemnitz stiegen die Einnahmen dagegen von 5,57 Millionen auf fast 5,76 Millionen Euro.

In Chemnitz gab es 2011 rund 218 000 Verstöße gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen, Parkverbote und andere Regeln. 2012 waren es nahezu 230 000, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Insbesondere die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen stieg an; von 106 587 auf 119 079. Die Zahl der Falschparker ging hingegen von 93 000 auf rund 91 400 zurück.

Auch in Leipzig waren es die Geschwindigkeitsfanatiker, die am häufigsten auffielen. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist aber nicht geplant, durch weitere Blitzeranlagen in diesem Bereich zusätzliche Einnahmen zu generieren. Auch in Dresden heißt es dazu, dass es in dieser Richtung keine Planungen gibt. Vielmehr wird darauf verwiesen, dass Einnahmen immer nur ein "Nebeneffekt" und nicht Ziel des Einsatzes von Mitarbeitern oder der "Installation von Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen seien.