Einen Vertrag, den die AOK Brandenburg im August 2005 mit Medpolska abgeschlossen hatte, damit brandenburgische Patienten im Nachbarland preiswerten Zahnersatz erhalten können, hätten bisher nur 144 Menschen genutzt. Dass die AOK dafür auch nicht mehr öffentlich werbe, sei ein Eingeständnis, dass das nicht der richtige Weg sei, so Herbert.
Patienten seien nicht nur preis-, sondern auch qualitätsbewusst, sagte der Chef der Kassenzahnärztlichen Vereinigung in Brandenburg, Gerhard Bundschuh. Die Regelversorgung mit Zahnersatz, die für Versicherte mit weniger als 950 Euro Monatseinkommen kostenfrei ist, habe ein gutes Niveau.
In Brandenburg gibt es nach Einschätzung der Landeszahnärztekammer überall ausreichend Praxen. Versorgungsprobleme gebe es in dünn besiedelten Gebieten bei Kieferorthopäden, weil dort die Zahl der Kinder und Jugendlichen für das wirtschaftliche Auskommen einer solchen Praxis zu gering sei. (Eig. Ber./sim)