Ministeriumssprecher Dirk Reitemeier betonte gestern gegenüberder RUNDSCHAU, dass die Änderung von Fördermechanismen auch alsReaktion auf die Haushaltslage des Landes zu sehen sei. "Wirmüssen endlich wegkommen vom Gießkannenprinzip in diesemBereich." Allerdings lege der Wirtschaftsminister Wert darauf,mit den Regionen abzustimmen, wo künftig Schwerpunkte gesetztwerden sollen.

TMB: Angebote müssen stimmen
Die zur Verfügung stehenden, knapper werdenden Mittel für mehrQualität einzusetzen, dies sei aus Sicht der Tourismus- MarketingBrandenburg GmbH (TMB) immer der richtige Weg. TMB-SprecherChristian Tänzler betont jedoch, dass für die Vermarktung einesProduktes nach wie vor die Stimmigkeit des Angebotes entscheidendsei. Da sei es egal, ob es sich um ein Wellness-Hotel oder einenAnbieter für Radtouren handele. "Weg von der Gießkanne, hin zugezielter Förderung" - dieser Weg des Ministers sei dennoch zuunterstützen, da er auch auf mehr Qualität und Marktgerechtigkeitorientiere.
Erfolgreich sei die Tourismusbranche 2002 mit ihren Angeboten fürWellness und Gesundheitsangeboten gewesen. Mit fast 1,2 MillionenGästen in den vier Thermalbädern und acht Gesundheitszentren habedie Resonanz deutlich über den Erwartungen gelegen, sagte derMinister. Neben dem Wasser- und Radtourismus werde im Kampf umMarktanteile ver stärkt auf Kultur gesetzt.

Kurse in Tourismus-Akademie
Dazu wurden auf der ITB erstmals "Kulturreisen 2003 im LandBrandenburg" angeboten. Angestrebt werde damit, dass Gäste überNacht bleiben und so die Hotellerie davon profitiert, sagte derGeschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, DieterHütte.
Ebenfalls erfolgreich verlaufe die Qualifizierungsoffensive. DieAngebote der im Herbst gegründeten Tourismus-Akademie Brandenburgwürden angenommen. 40 Beschäftigte aus Hotellerie und Gastronomienehmen an den Kursen teil, 70 Anmeldungen liegen vor.
Die Tourismusbranche habe wie auch andere deutsche Regionen 2003einen Rückgang verkraften müssen, sagte Junghanns. Die Zahl derÜbernachtungen sank um 3,7 Prozent auf 8,5 Millionen; die Zahlder Gäste ging um 5,7 Prozent auf 2,95 Millionen zurück. DieAuslastung der Betten sei von 34,5 auf 32 Prozent gesunken. DieGäste gaben 2002 rund 2,6 Milliarden Euro aus. Die meistenBesucher kamen aber nur kurz in die Mark - 60 Prozent sind lautWirtschaftsminister Junghanns Tagesgäste. (Eig.Ber./ta/dpa)