Der Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown macht die Menschen fassungslos. Gerichtsmediziner zeigten sich erschüttert darüber, wie grausam die 20 Kinder und sechs Erwachsenen erschossen wurden. Bis zu elf Mal hatte der 20-jährige Täter auf die zwölf Mädchen und acht Jungen im Alter von sechs und sieben Jahren, auf fünf Lehrerinnen und eine Schulpsychologin geschossen. Dann tötete er sich selbst.

US-Präsident Barack Obama reiste am Sonntag nach Newtown und traf sich nach einer Gedenkfeier mit den Familien der Opfer. Nach dem Schulmassaker stehen nicht nur die Menschen in den USA unter Schock. Politiker und Künstler aus aller Welt äußerten sich entsetzt. Bundespräsident Joachim Gauck bekundete in einem Schreiben an Barack Obama seine Trauer um die Opfer des "grausamen Anschlags". Er habe "mit großer Bestürzung" von der Bluttat erfahren, der "so viele wehrlose Kinder, die am Anfang ihres Lebens standen, gemeinsam mit ihren Lehrern zum Opfer gefallen sind". Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte: "Wieder einmal stehen wir voller Entsetzen vor einer Tat, die wir nicht begreifen können. Der Gedanken an die ermordeten Schüler und Lehrer macht mir das Herz schwer."

Auch Papst Benedikt XVI. übermittelte in einem Telegramm an das Bistum Bridgeport in Connecticut seine tiefe Trauer, bezeichnete den Amoklauf als "sinnlose Tragödie". Königin Elisabeth II. zeigte sich ebenfalls "tief geschockt" und betroffen. "Insbesondere die Nachrichten, dass so viele der Opfer Kinder sind", habe sie "traurig" gemacht. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bekundete in einem Schreiben seine Bestürzung. Kinder ins Visier zu nehmen, sei "abscheulich und undenkbar".

Star-Tenor Placido Domingo war den Tränen nahe, als er am Rande der TV-Gala "Ein Herz für Kinder" zu dem Amoklauf befragt wurde. "Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen", sagte der 71-Jährige und kritisierte das US-Waffenrecht. "Warum erlauben sie in den USA, dass Waffen an jeden verkauft werden können? Das wird mir nicht begreiflich." Damit spricht er vielen Menschen aus dem Herzen. Das Massaker entfachte erneut die Debatte über die US-Waffengesetze. Obama fordert eine Verschärfung und "bedeutsames Handeln, um weitere Tragödien wie diese zu verhindern".

Meinung/Panorama Seiten 2 & 7