Die Hauptveranstaltung fand in Washington statt. Dort versammelten sich trotz Regenwetters zeitweise Zehntausende Menschen am Washington Monument mit Blick auf das Weiße Haus. Auch in New York, Chicago, Los Angeles und anderen US-Städten gab es Demonstrationen.

US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit den menschengemachten Klimawandel angezweifelt und mit dem Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen gedroht. Zudem will er die Forschungsförderung kürzen. Dennoch betonte Trump zum "Earth Day" (Tag der Erde) am 22. April, seine Regierung sei "einer Förderung wissenschaftlicher Forschung verpflichtet, die zu einem besseren Verständnis unserer Umwelt" führe.

Die deutschen Organisatoren betonten, die Demonstrationen seien keine Anti-Trump-Veranstaltung. Das Leugnen gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse sei ein weltweites Problem.

Zu den ersten Demonstranten hatten Wissenschaftler und ihre Unterstützer in Städten Neuseelands gezählt, wo der Klimaschutz ein großes Thema war. In Berlin gingen unter dem Motto "Wissenschaft ist keine Meinung, alternative Fakten sind Lügen" 11 000 Menschen auf die Straße. Vor allem in den Universitätsstädten gab es große Demonstrationen.