In Berlin und Brandenburg sind am Montag erneut mehrere Hundert Flüchtlinge eingetroffen. Die etwa 400 Menschen kamen am Mittag mit einem Sonderzug aus Salzburg in Schönefeld (Dahme-Spreewald) an. Rund 200 Asylsuchende wurden in die Außenstellen der Erstaufnahmeeinrichtung Brandenburgs gebracht, wie das Innenministerium in Potsdam mitteilte. Die andere Hälfte kam in einer der Messehallen unter.
Nach Angaben des Ministeriums soll bis kommenden Sonntag täglich ein Sonderzug aus Salzburg in Schönefeld eintreffen. An Bord sind voraussichtlich jeweils 450 Menschen.

In Brandenburg wurden die am Montagmittag neu angekommenen Flüchtlinge in der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) sowie in Notunterkünften in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) untergebracht. Für den Abend waren laut Ministerium zwei Busse angekündigt, die weitere Asylbewerber nach Eisenhüttenstadt bringen sollten. In eine neu eingerichtete Notunterkunft der Erstaufnahmestelle in Cottbus sollten am selben Tag erstmals etwa 50 Asylbewerber einquartiert werden, die aus Eisenhüttenstadt kommen. Bis zu 250 Menschen haben dort Platz.

Bis Ende September waren knapp 17 200 Flüchtlinge nach Brandenburg gekommen, davon rund 7000 allein im September. Im gesamten vergangenen Jahr kamen 6300. Bis zum Jahresende könnten es 30 000 Asylbewerber werden.

An Brandenburger Schulen werden derzeit rund 3200 Kinder aus Familien von Flüchtlingen unterrichtet. Bis Mitte des Monats könne die Zahl auf 3500 steigen, sagte Bildungsminister Günter Baaske (SPD) am Montag in Potsdam. „Es muss gelingen, ihnen so schnell wie möglich die Grundkenntnisse der deutschen Sprache beizubringen“, betonte er.

Nach der Einstellung von 120 zusätzlichen Lehrern werde es weitere 240 Stellen geben, sagte er bei einem Besuch der Potsdamer Weidenhof Schule. Hier hätten 43 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund, berichtete Schulleiterin Uta Goldberg. Seit April gebe es eine Willkommensklasse.