In Brandenburg machten die Tester von „Gault&Millau“ in den vergangenen Jahren überraschende Entdeckungen. In der neuen Ausgabe des Gourmet-Führers steht ein Restaurant im Spreewald erneut in der Spitzengruppe. In der neuen Deutschland-Ausgabe der französischen Feinschmecker-Bibel lobt die Jury den 33-Jährigen als jungen Küchenchef, der „im Spreewald französisch-mediterrane Aromenwelten mit regionalen Viktualien kombiniert“.

Als Beispiel nannten die Tester „Hummer als perfekt gegartes Medaillon und als gebackenes Croustillant in feinsäuerlicher Tomatensauce, die in einem präzise geformten Ring aus Hummertatar wie ein kleiner roter See aussieht“. Dafür erhielt Müller, der erst in dieser Testsaison Küchenchef wurde, aus dem Stand 16 von 20 möglichen Punkten. Damit steht das Spreewälder Restaurant in Brandenburg erneut ganz vorne: Vergangenes Jahr war dort Koch René Klages mit 17 Punkten als „Entdeckung des Jahres in Deutschland“ ausgezeichnet worden.

In drei weiteren brandenburgischen Restaurants konnten die Küchenchefs ihre 16 Punkte vom Vorjahr erfolgreich verteidigen: Alexander Dressel und Frank Linke vom „Friedrich Wilhelm“ in Potsdam, Frank Schreiber vom „Goldenen Hahn“ in Finsterwalde (Elbe-Elster) und David Schubert vom „Kochzimmer“, das aus Beelitz (Potsdam-Mittelmark) nach Potsdam umgezogen ist. 15 Punkte erreichten Marco Giedow von der „Speisekammer“ in Burg und Christian Weber vom „Juliette“ in Potsdam.

Unter den sechs neu aufgenommenen Restaurants erreichen fünf eine Kochmütze, die ab 13 Punkten verliehen wird: Das „Inspektorenhaus“ in Brandenburg/Havel, die „Klostermühle“ in Briesen (Oder-Spree), das „Zanotto“ in Potsdam, das „Schloss Reichenow“ in Reichenow (Märkisch-Oderland) und das „Kranhaus by Mika“ in Wittenberge (Prignitz).