Bewirtschaftet wird der Weinberg seit vier Jahren von der Wolkenberg GmbH, eine Gemeinschaft aus Lausitzer Winzern. Mehr als 26 000 Reben wurden seitdem gepflanzt.

Bereits im nächsten Jahr werden etwa 2000 Liter Wein pro Hektar erwartet. Besondere Aufmerksamkeit liegt dabei auf der Lese des Roten Rieslings, eine alte Weißwein-Rebsorte. "In ganz Deutschland wachsen nur 33 Hektar dieser Sorte, ein Hektar davon auf dem Wolkenberg", erklärt Doris Wüstenhagen, bei Vattenfall zuständig für Rekultivierung. Die Winzer knüpfen damit an alte Traditionen an. Vor etwa zwei Jahrzehnten befand sich an der Stelle des heutigen Weinhanges das Dorf Wolkenberg. Dort wurde schon früher Wein angebaut, geht aus Chroniken hervor. Noch heute ist der Weinbau auf dem Wolkenberg von viel Handarbeit geprägt. Die Reben werden entlaubt, ausgegeizt, zurückgeschnitten - ohne den Einsatz von großer Technik. Auch die Trauben werden von den Winzern per Hand geerntet. Mühe und Arbeit, die sich auf die Qualität und den Geschmack des Weines auswirken. Fruchtig, vollmundig und nicht zu herb schmeckt der tiefrote Rondo, ein brandenburgischer Landwein, der aus den Trauben des Wolkenberger Weinhanges gekeltert wird.