und 18. Dezember ist in vielen Städte im Freistaat die Ladentür auf. Sowohl die Dienstleistungsgewerkschaft verdi als auch die Evangelische Landeskirche wollen diesmal nicht gegen die Ladenöffnungszeiten an den Adventssonntagen vor Gericht ziehen. „Diese bewegten sich im gesetzlichen Rahmen“, sagt der Sprecher des Landeskirchenamtes, Matthias Oelke.

Im Jahr 2010 gab es in vielen Kommunen zu den Öffnungen juristische Auseinandersetzungen. Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen hatte damals das Ladenöffnungsgesetz für „offensichtlich verfassungswidrig“ erklärt. Gleich mehrere sächsische Städte, die bis zu drei Sonntagen im Advent vorweihnachtliches Geschäftstreiben zulassen wollten, mussten mit verdi plötzlich verhandeln, um schließlich noch einen dieser Tage für die Händler zu retten.

Seit Jahresanfang gilt nun ein neues Ladenschlussgesetz. Darin ist festgelegt, dass bei „besonderem Anlass“ die Geschäfte maximal an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen öffnen dürfen. Zwar liegt auch dieses Gesetz unter anderem wegen eben dieser Regelung seit Monaten auf dem Tisch der Verfassungsrichter in Leipzig. Eine Entscheidung steht noch, aber aus Sicht des Sächsischen Städte- und Gemeindetages (SSG) hat sich das neue Gesetz bewährt. „Die Regelungen zu den verkaufsoffenen Sonntagen sind aus unserer Ansicht handhabbar und rechtssicherer als die Regelungen des alten Gesetzes“, sagt Geschäftsführer Mischa Woitscheck.

„Zufrieden können wir erst sein, wenn die Reglung wirklich gerichtsfest ist und für alle gilt“, sagt der Dresdner Stadtsprecher Kai Schulz. Dabei sei es sogar zweitrangig, ob die Geschäfte an einem, zwei oder drei Adventssonntagen öffnen dürften. „Wichtiger ist Planungssicherheit.“ Wie in Dresden haben sich unter anderem auch Chemnitz, Leipzig, Zwickau und Plauen für Weihnachtshopping am 4. und 18. Dezember entschieden.

Gänzlich unzufrieden mit den Öffnungszeiten sind hingegen die Stadtväter von Annaberg-Buchholz. „Die Gewerbetreibenden und Gäste waren es bisher gewohnt, dass im Erzgebirge an allen vier Adventssonntagen geöffnet ist“, sagt Stadtsprecher Matthias Förster. Die Stadt würde es deshalb begrüßen, wenn der Bundes- und Landesgesetzgeber stärker diese Erzgebirgstraditionen berücksichtigen und es den Geschäftsinhabern überlassen, wann sie den Laden auf machen .