Das ist das Fazit, das mehrere Brandenburger Landräte auf einer Sicherheitskonferenz auf der Festung Peitz (Spree-Neiße) gezogen haben. Grund für die Annahme ist die Bundeswehrreform und die damit einhergehende Umstrukturierung des Heeres sowie der Wegfall der Wehrpflicht.

Auf der Peitzer Veranstaltung mit dem Titel "Brandenburger Runde" sprach auch der scheidende Befehlshaber des Wehrbereichskommandos III, Generalmajor Heinrich Geppert. Sein Wehrbereichskommando in Erfurt wird aufgelöst. Die Erfurter waren für den Osten Deutschlands, außer Mecklenburg-Vorpommern, zuständig. Ab Februar kommenden Jahres liegt die Verantwortung in Berlin. Auch beim Oderhochwasser 1997 liefen in Erfurt die Fäden zusammen, das die einzelnen Landesverbände koordinierte.

"Bei der Truppenstärke wird die Arbeit der Reservisten immer wichtiger", sagte Geppert. So plant die Bundeswehr die Einführung von 27 Reservisten-Einheiten (RSU), die zum Beispiel im Katastrophenfall zum Einsatz kommen. Jeder dieser Einheiten sollen 100 ehemalige Soldaten angehören. Die einzige Brandenburger RSU-Einheit soll 2013 in Potsdam gebildet werden. "Bei diesen Strukturänderungen müsste ich eigentlich von Amtswegen ein Hochwasser verbieten", raunte etwa Oder-Spree-Landrat Manfred Zalenga (parteilos). "Wenn es brennt, werden wir da sein", erwiderte Heinrich Geppert.