In „Die Promoterin“ schlägt sie sich als weibliche Boxmanagerin durch. Ryan, die am heutigen Samstag 50 Jahre alt wird, war bis dahin meist das kesse und ewig lächelnde Püppchen aus Herzschmerz-Komödien mit einem Happy End.

Kino-Geschichte schrieb Ryan als Sally, die ihrem Buddy Harry (Billy Crystal) einen perfekt vorgespielten Orgasmus beim Lunch in einem Restaurant vorsetzt. Die Filmkomödie „Harry und Sally“ war 1989 der Startschuss für Ryans Karriere als liebenswerte Traumfrau. In „Schlaflos in Seattle“ und „E-mail für Dich“ verdreht sie Tom Hanks den Kopf.

Die Mischung aus Sex-Appeal und Tapsigkeit hatte sie perfekt drauf. Das zahlte sich in Hollywood aus. Ryans Filmgagen schnellten in den 90er-Jahren auf 15 Millionen Dollar hoch. Schon in der High-School wurde Ryan zur „hübschesten Schülerin“ gekürt. An eine Karriere beim Film dachte sie zunächst aber nicht. Aus dem heimatlichen Connecticut zog sie nach New York, um Journalismus zu studieren. Mit kleinen Werbespots verdiente sie ihren Lebensunterhalt. Es folgten Fernsehauftritte und mit 20 Jahren die erste Kinorolle. In „Reich und berühmt“ gab sie ihr Debüt. Nach dem Fliegerdrama „Top Gun“ wurde Steven Spielberg auf Ryan aufmerksam. Er produzierte damals „Die Reise ins Ich“, in der er ihr Dennis Quaid zur Seite stellte. Ein Jahr später drehten sie den Thriller „D.O.A. – Bei Ankunft Mord“. 1991 gaben sich Ryan und Quaid das Ja-Wort, Sohn Jack wurde im folgenden Jahr geboren. Das Glück für Hollywoods Sweetheart schien perfekt. Die Trennung kam 2000, nachdem Ryan eine Affäre mit „Gladiator“ Russell Crowe begonnen hatte.

Nach einer mehrjährigen Drehpause kehrte sie 2008 in der romantischen Frauenkomödie „The Women – Von großen und kleinen Affären“ als betrogene Society-Ehefrau auf die Leinwand zurück. Im Frühsommer gab Ryan bekannt, dass sie erstmals Regie führen möchte.