Allerdings gebe es für den Fall, dass die erhofften Fördermittel für das Projekt ausblieben, bis Mai kommenden Jahres eine Rücktrittsklausel.

Dem Sprecher zufolge soll in dem Gebäudekomplex neben der Gedenkstätte die interaktive Lern- und Erlebniswelt "Phänomenia" untergebracht werden. Das Gefängnis Hoheneck im Erzgebirge gilt als Synonym für DDR-Frauenhaft unter unmenschlichen Bedingungen.

Viele Gefangene saßen aus politischen Gründen ein. 1974 war die Anstalt mit 1612 Insassen belegt, die höchste je ermittelte Zahl und ein Drittel mehr als zugelassen.

Das Gefängnis war im Jahr 2001 geschlossen worden und wurde 2003 an die Artemis GmbH verkauft, die daraus ein Hotel mit mehreren Restaurants machen wollte.

Opferverbände waren empört, dass dort als Attraktion unter anderem auch Übernachtungen in den Haftzellen angeboten werden sollten. Daraufhin hatte der Investor von seinen Plänen wieder Abstand genommen.

2011 hatte der damalige Bundespräsident Christian Wulff das ehemalige Gefängnis besucht und gefordert, dass an dem Ort würdiges Gedenken möglich sein müsse.