"Wir haben einen Niedrigstand." Mit 62 Jahren lag das Durchschnittsalter der Toten aber 15 Jahre über dem von 2013. Zwei von ihnen ertranken beim Schwimmen, der Rest rutschte vom Rand ins Wasser, in einem Fall wird von Selbstmord ausgegangen. Die Wasserwacht war an 44 Seen, Talsperren und Freibädern präsent. Etwa 60 ihrer ehrenamtlichen Rettungsschwimmer taten an Nord- und Ostsee Dienst. Dort mussten sie gegen die "relativ hohe" Unvernunft von Urlaubern kämpfen, die Badeverbote wegen gefährlicher Strömungen missachteten.

Birkner appellierte, den Anweisungen Folge zu leisten und weder sich noch die Retter in Gefahr zu bringen. Sorge bereite die Missachtung oder Unkenntnis von Baderegeln. "Viele springen mit dem Kopf voran in unbekanntes Gewässer oder baden überhitzt." Mit insgesamt 1846 Einsätzen war es nach dem Hochwasser 2013 laut Birkner ein "Jahr zum Verschnaufen". Insgesamt stehen mehr als 62 000 ehrenamtliche Einsatzstunden zu Buche.

Bei der Wasserwacht gibt es rund 3000 Rettungsschwimmer, das Interesse an der Ausbildung unter Jugendlichen bis 16 sei groß. "Aber wenn sie mit 18 zum Einsatz kommen könnten, gehen sie weg - zum Studium oder in die Lehre."