Wie Eike Gläser von der DLRG in Potsdam erklärte, würde eine Bewachung der entstehenden großen Wasserflächen im Lausitzer Seenland die Kapazitäten der DLRG übersteigen. "Wir können dies überhaupt nicht leisten", machte Gläser darauf aufmerksam, dass in den nächsten Jahren Lösungen gefunden werden müssen.
Im Land Brandenburg sind in dieser Badesaison deutlich weniger Menschen ums Leben gekommen als 2006. "Es sind 14 Menschen ertrunken. Dies ist über die Hälfte weniger als in der letzten Saison", sagte gestern Eike Gläser von der DLRG in Potsdam. Als Grund für den Rückgang nannte er den kühlen und nassen Sommer. Im vergangenen Jahr gab es hingegen eine lange Hitzeperiode.
Mehr als die Hälfte der Badeopfer seien 50 Jahre und älter gewesen. "In dieser Altersgruppe gibt es die Gefahr der Selbstüberschätzung", erklärte Gläser. Als weiteres Problem nannte er jugendlichen Leichtsinn. "Jugendliche lassen sich alkoholisiert immer wieder zu Mutproben hinreißen und springen in für sie unbekannte Gewässer." Über zehn Prozent der Opfer seien Kinder im Vorschulalter. Die Saison dauerte von Mitte Mai bis Mitte September. Zahlen zu den insgesamt geleisteten DLRG-Hilfseinsätzen lägen noch nicht vor.
Zum Saisonauftakt hatte die DLRG moniert, dass im wasserreichen Land immer weniger Kinder richtig schwimmen könnten. Schätzungsweise 40 Prozent der Kleinen könnten sich nicht zehn Minuten allein über Wasser halten. Gläser nannte dies damals eine "Katastrophe". Ein Grund sei die Schließung von kommunalen Schwimmbädern wegen fehlender Gelder. "Der obligatorische Schwimmunterricht der Schulen fällt damit auch vielfach weg", hatte Gläser einen Grund genannt. Etwa 40 Prozent der Brandenburger Schüler würden während der Kindergarten- und Schulzeit nicht mehr die erste Schwimmstufe erwerben.
Einsatzschwerpunkt waren in der Saison 2007 vor allem die Gewässer rund um Berlin. Es seien rund 750 Kräfte vor allem an den Wochenenden aktiv gewesen. (dpa/ta)