Was liest'n da?"

"Tatsächlich was über Autos. Neue Emnid-Umfrage: Für gerade mal zwei Prozent der Deutschen stellt das eigene Fahrzeug in erster Linie ein Statussymbol dar. Die allermeisten Bundesbürger (64 Prozent) dagegen schätzen das Automobil vor allem als Garant für Mobilität und Unabhängigkeit."

"Glaub' ich nicht. Traue nur der Umfrage, die du selbst gefälscht hast, sag' ich da nur."

"Und weiter: Für Frauen spielt der Faktor Mobilität eine noch größere Rolle beim Autokauf als für Männer. 67 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen nannten ihn an erster Stelle, bei den Männern waren es 60 Prozent."

"Das mit den Frauen glaub' ich schon eher. Größere Wagen parken sich nun mal schlechter ein."

"Jepp! Aber ich komme über diese zwei Prozent nicht weg: Was ist mit Deutschlands Männern los, was ist aus ihnen geworden?"

"Unfassbar. Da sind wir uns wohl einig: Mobil ist er ja sowieso, aber groß muss er schon sein!"

"Groß muss er sein, absolut!"

"Ein Mann braucht einen Wagen, einen Wagen, einen Wagen, kein Autochen!"

"Volle Übereinstimmung."

"Hab' mir ja jetzt 250 PS zugelegt, ich sage dir . . ."

"Da komme ich mit meinen neuen 245 PS nicht ganz mit, aber dafür hat der . . ."

Zwischenruf eines am Fenster sitzenden Kneipengastes: "He, da werden zwei Rostlauben von zwei Idioten abgeschleppt, die sich ins Halteverbot gestellt haben - Mann, sind das hässliche Steinzeit-Karreten!"

Die zwei Gesprächspartner erbleichen und stürzen vor die Tür.