Als da wäre Friedrich Nietzsche („Das Wesentliche am Rausch ist das Gefühl der Fülle“; in: „Die Geburt der Tragödie“), Charles Baudelaire („Il faut être toujours ivre“ – man sollte immer betrunken sein; in: „Berauscht euch“) und Sahra Wagenknecht („Es soll jetzt nicht jeder kiffen“; in: „Der Spiegel“).

Ein Glück, dass der Parteitag der Linken uns den totalen Koks- und LSD-Befehl erspart hat! Dies sei noch einmal betont: In der gestern beschlossenen Parteitags-Order geht es nicht um eine Rauschpflicht, sondern lediglich um die Legalisierung aller Drogen. Man muss also nicht, soll aber können dürfen. Wir berichten übrigens (viel seriöser als in dieser Kolumne!) ausführlich über den Parteitag im Aufmacher auf dieser Seite und auf Seite 2.

Ach ja: Sollte Ihnen Sahra Wagenknecht in den Fluren des Parlaments als Wiederfleischwerdung von Rosa Luxemburg erscheinen – nein, Sie sind nicht bekifft. Es ist das Markenzeichen der Politikerin. Und ein bisschen Karneval und Marketing in eigener Sache ist allemal besser als Koks und Heroin.