Da mag es Stefan Ludwig, dem Markov-Nachfolger auf dem Justizministerposten, etwas besser gehen. Er ist Wirtschaftsjurist aus DDR-Zeiten. Und dennoch wirft diese Personalie zumindest zwei immer wiederkehrende Fragen auf: Können Politiker alles? Und warum finden sich keine ausgewiesenen Fachleute? Dabei war die zweithöchste Verfassungsrichterin des Landes im Rennen. Kerstin Nitsche weiß als Richterin am Amtsgericht Potsdam um Brandenburgs Justizapparat. Und sie ist auf dem "Ticket der Linken" ins höchste Gericht eingezogen. Wer hat also versäumt, zumindest anklingen zu lassen, dass da auch ein politisches Spitzenamt folgen könnte?

Schade. Die Linken setzen nun nach Nitsche, Pienkny und sogar Gysi auf Ludwig. Der konnte schon Parteichef, Bürgermeister von KW und ist nun dran als Minister. Alle Achtung!

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