Tiere seien Lebewesen und nicht geeignet als Spielzeug für Kinder. Viele Eltern und Großeltern ließen sich dennoch gerade zu Weihnachten zu spontanen Käufen hinreißen. "Wenn man dann erst merkt, wie viel Arbeit so ein Tier macht, landet es schnell wieder im Tierheim", sagte Vater.
Gerade der Weihnachtstrubel und die Knallerei zu Silvester seien oftmals zu viel für die Tiere, sagte Annelies Kraus vom Tierschutzverein in Dresden. Tierliebhaber sollten ihren Kindern deshalb lieber einen Gutschein auf den Gabentisch legen, dann könne man sich nach den Feiertagen in aller Ruhe ein geeignetes Haustier aussuchen. So eine Anschaffung müsse gut überlegt und von der ganzen Familie beraten werden. Neben der täglichen Beschäftigung mit dem Tier fielen zusätzliche Kosten für Futter, Tierarzt und Hundesteuer an.
Viele der 36 Tierheime in Sachsen erleben regelmäßig nach Silvester einen regelrechten Ansturm. Nicht nur Hunde und Katzen, auch Zwergkaninchen, Ratten, Frettchen und Papageien würden zurückgebracht, sagte Vater. Oft hieß es zur Begründung, das Tier sei "gefunden" worden. Deswegen vermitteln ein Großteil der dem Landestierschutzverband angeschlossenen Tierheime vom 22. Dezember 2006 bis zum 2. Januar 2007 keine Tiere, um unüberlegten Anschaffungen einen Riegel vorzuschieben. "Die ganze Familie muss sich bewusst für ein Tier entscheiden", rät Vater.
(dpa/ab)