"Ich sehe darin die Chance, dass man einen Appell an alle Schüler und Eltern und Lehrer richtet: Macht die Augen auf, schaut euch um und sprecht es an, wenn ihr merkt, dass ein Schüler abdriftet", sagte Pieper gestern. "Die Nachteile wie etwa Verunsicherung, die man sich damit zweifellos einfängt, muss man in Kauf nehmen." Bei Gewalttaten an Schulen in den USA etwa habe es immer Hinweise im Vorfeld gegeben. "Und nach den Amokläufen in Erfurt und Emsdetten rückt das Thema auch in Deutschland sehr viel näher." In erster Linie wollten Schüler, die eine solche Tat planen, selbst in die Öffentlichkeit rücken, berichtete Pieper. "Das ist ein starker Anreiz für eine kleine Gruppe von verzweifelten Jugendlichen, die sich mit ihren Problemen nicht wahrgenommen fühlen." Informationen im Internet:
www.traumabewaeltigung.de