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Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben begonnen

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu einem ganztägigem Warnstreik aufgerufen.
Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu einem ganztägigem Warnstreik aufgerufen. FOTO: Axel Heimken (dpa)
Berlin. Wegen massiver Warnstreiks sind am Dienstag in Berlin zahlreiche Horte, Kindertagsstätten, Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen geschlossen geblieben. Auch andere Einrichtungen im öffentlichen Dienst waren von zeitweiligen Arbeitsniederlegungen betroffen. dpa

Derzeit versammelten sich die Streikenden dezentral in Streikcafés, teilte der Sprecher der Berliner Gewerkschaft GEW, Markus Hanisch, am Vormittag mit. Von dort geht es zu der großen Demonstration vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor.

Die Gewerkschaften Verdi, GEW, GdP und IG BAU haben die rund 120 000 Angestellten des Landes zu dem Ausstand aufgerufen, darunter allein 30 000 Lehrer und Erzieher. Sie wollen so während der laufenden bundesweiten Tarifverhandlungen Druck machen auf die Arbeitgeber.

Die Gewerkschaften verlangen für die Angestellten der Länder Gehaltserhöhungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent. Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) lehnt das als zu hoch ab. Die nächste Verhandlungsrunde ist ab Donnerstag in Potsdam geplant.